... »ein Saturnring als Ellipse, leuchtend wie Alabaster, so flach wie möglich, und möglichst wartungsfrei ...« so formulierte Frau Feest vom Architekturbüro Dinse Feest und Partner aus Hamburg ihre Vision einer in 15 m Höhe hängenden Deckenleuchte für das Theater am Goetheplatz in Bremen.
In eine speziell entwickelte Sandwichkonstruktion wurden 1.024 weiße Einzel-LED’s horizontal eingebettet. Eine oberseitige Tragstruktur aus Aluminium mit Spanten, die an Schiffbau erinnern, sorgen für die nötige Festigkeit. Die Lichtingenieure von Mawa Design entschieden sich neben der Lichtleitfolie des Herstellers 3M für spezielles lichtleitfähiges Acrylglas, die das Ergebnis deutlich verbesserte.
Die Einzel-LED-Lösung wurde gewählt, da die sog. Cob-Technik (chip on board) für die Einspeisung des Außen- und Innenrings bei unterschiedlichem Umfang nur einen festgelegten Abstand vorgeben. Durch Einzelbettfräsungen konnten die Zwischenabstände der LED’s entsprechend der Umlängen vergrößert bzw. verkleinert werden, und so eine absolut gleichmäßige Lichtverteilung erreicht werden. Die LED’s sind dimmbar.
Eine weitere Herausforderung ergab die Vorgabe der Architekten, einen Abstrahlungsanteil des Lichtes zur Decke zu leiten und die Ronde innen- und außenseitig mit dem roten Faden der Theaterarchitektur, einem poliertem Messingblech einzufassen. Dies forderte unsere Feinmechaniker besonders; das
3 mm dicke Messingblech wurde vor dem CNC Rundbiegen mit einer 1,2 mm Bettfräsung versehen, um eine Passung der Sandwichstruktur zu gewährleisten. Dies setzt eine Fertigungstoleranz bei einer Länge von 3 m von +/- 2 Zehnteln voraus, somit musste die Toleranz nach DIN um das 20-fache unterschritten werden.